Story

Das hat die Welt noch nicht gesehen.

Seit 25 Jahren singen die Söhne Mannheims Lieder von Liebe und Gemeinschaft, Mut und Moral. Nach Charterfolgen und Tourneen, Ausflügen in Opernhäuser, mit Big Bands oder unplugged, nahmen sich die Söhne ein zweijähriges Kreativ-Sabbatical, um sich 2020 neu zu erfinden und die Arbeiten an einem neuen Studioalbum zu beginnen, das im Frühjahr 2021 erscheint. 

Die Kreativpause erbrachte auch eine Erkenntnis, die eigentlich kein Geheimnis ist: Mit Gitarrist Kosho, Schlagzeuger Ralf Gustke und Bassist Edward Maclean spielen auch drei Vertreter des neueren deutschen Jazz in der hochkarätig besetzten Band. Jetzt bilden sie gemeinsam mit den Stimmen von Söhne-Sänger Michael Klimas und der Sängerin Phalleé das Projekt Söhne Mannheims Jazz Department. Ein echtes, wunderbares Novum.

Die Liebe für die Musik und den Spirit der Söhne Mannheims verbindet dieses Department mit den kreativen Qualitäten des zeitgenössischen Jazz – natürlich, organisch und gefühlvoll. Das Debütalbum (ab 18.09.2020) überrascht mit neu interpretierten Versionen von Söhne-Klassikern wie „Das hat die Welt noch nicht gesehen“, aber auch zwei Eigenkompositionen. Dass Stücke wie „Breathe“ und „Alles ist schon da“ neben Söhne-Songs wie „Deine Waffe Ist Die Liebe“ oder „Geh Davon Aus“ auf ihre ganz eigene Art und Weise strahlen, spricht für sich. Im Dezember 2018 kam die Idee auf und nahm schnell Formen an. Die Besetzung sollte klein gehalten werden, der Stil im zeitgenössischen modernen Jazz angesiedelt sein. Außerdem sollte unbedingt eine Frauenstimme integriert werden – mit der Kölner Sängerin Phalleé eine Tochter Mannheims.

„Gute Jazzalben haben auch ihre Pop-Momente“
Michael Klimas

Produziert hat Edward Maclean, der Bassist und musikalische Leiter der Söhne Mannheims, bekannt auch durch seine Gruppe Adoqué und Mitglied der Bands von Nils Wülker, Eska, Fetsum, Peter Fox oder Jessica Gall. Er fühlte sich perfekt in die Qualitäten seiner Kollegen ein, arrangierte, motivierte und überzeugte schließlich alle mit seinen „Good Vibes.“ Die Melodien der Söhne-Songs sind geblieben, die Texte bekommen durch das feine, neue Klanggewand eine ungemeine Klarheit und Deutlichkeit. Das Ergebnis wirft „Anker, die in den Pop reingehen“, meint Edward“ oder wie Michael sagt: „Gute Jazzalben haben ja auch ihre Pop-Momente“.

Eine gute Minute Intro dauert es, bis Phalleé beim Opener „Das hat die Welt noch nicht gesehen“ zu singen beginnt und die stimmliche Sonne aufgeht. Sie singt den wohlbekannten Text unglaublich schön und beseelt und macht ihren Song „So frei, so frei, so frei“ zum Befreiungsschlag, gleich zu Beginn. Es folgt „Breathe“, ein neues Liebeslied mit deutschen Strophen und englischem Refrain, ein Soul-Song auch durch die Stimme von Michael Klimas. In der intimen, dabei breitleinwandig weiten Version von „Volle Kraft Voraus“ singen beide, Klimas und Phalleé, im Dialog mit der stimmstarken Gitarre von Kosho, bekannt aus rund 150 Produktionen von Les McCann über Bill Summers bis Nena.

Die zehn Stücke des Debütalbums (ab 18.09.2020) stehen für sich, strahlend, eigen, voller Seele und Kraft. Und das ist nur der Anfang. Das Söhne Mannheims Jazz Department hat noch viel vor – zuerst wird das Quintett live spielen, ihre Musik unter die Leute bringen. Außerdem immer weiter arrangieren und noch mehr eigene Stücke komponieren. Auf jeden Fall: Volle Kraft voraus.   

Phalleé

Michael Klimas

Edward Maclean

Ralf Gustke

Michael Koschorreck

Söhne Mannheims Jazz Department / Doku